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Outlook: Sicherheit

Um Outlook besser gegen Viren und Spam zu schützen, stellt Microsoft schon ab Outlook 2000 und erweitert in den Versionen Outlook 2002 und 2003 wichtige Sicherheitsfeatures zur Verfügung, die es dem Anwendern wesentlich leichter machen, sich gegen virtuelle Angreifer zu schützen.

Wie schütze ich mich vor virtuellen Angreifern in Outlook?

Das Thema Virenschutz wird häufig kontrovers diskutiert. Die Experten des Planeten Outlook wollen Ihre Erfahrungen mit Virentools an dieser Stelle einmal auf den Punkt bringen: Die meisten Anti-Viren-Tools leiden unter z.T. ganz erheblichen Nebenwirkungen. So blockiert der Anti-Spam-Filter des Norton Internet Security-Paketes den E-Mail Versand, GDATA stuft gleich den gesamten Persönlichen Ordner als virenverseucht ein (anstatt nur den E-Mail-Anhang) und löscht unter Umständen die gesamte Datenbank. Kaspersky beeinträchtigt die Outlook-Performance und diedes Rechners. Wieder andere lassen den Inhalt der Mail bis auf den Betreff und den Absender verschwinden oder entfernen ohne expliziten Hinweis empfangene Attachments.

Die meisten Anti-Viren-Programme für Outlook arbeiten mit sog. "Localhost"- Lösungen, d.h. der reguläre Posteingangsserver wird (in den Kontoeinstellungen oft sichtbar) durch einen virtuellen Server (oft eine IP-Adresse) des Spam-Tools "ersetzt", um die unerwünschten Mails filtern zu können. In einigen seltenen Fällen wird sogar der Benutzername durch einen Spam-Suffix ergänzt. Dies führt in vielen Fällen zu unerwünschten Ergebnissen. "Aber bei mir lief der Virenscanner doch jahrelang ohne Probleme" ist der häufigste Einwand gegen Analysen, die den Virenscanner als Ursache der meisten Übermittlungsprobleme rund um Outlook "entlarven". Die meisten Virenscanner sind "Lernprogramme", die Ihre unerwünschten Nebenwirkungen oft erst nach einiger Zeit zeigen, dann jedoch leider oft umso intensiver.

 
80% der Probleme beim E-Mail-Empfang bzw. Versand in Outlook werden von Virenscannern hervorgerufen.


Eine Deaktivierung des jeweiligen E-Mail-Scans kann zwar auch in ein paar wenigen Fällen zum Erfolg führen, grundsätzlich lässt sich das entsprechende Outlook-Add-In durch die Deaktivierung nicht vollständig abschalten. Hier ist eine vollständige Deinstallation des Virenscanners notwendig.

Verzichten Sie auf alle Virenscanner-Lösungen, die Ihre E-Mails überprüfen. Eine deartige Prüfung ist ab Outlook 2000 ohnehin überflüssig, da Outlook selbst bereits über ein umfangreiches Sicherheitspaket verfügt, das Sie mehr als ausreichend gegen Angriffe schützt- auch vor dem Hauptübertragungsweg "Attachment". Nutzen Sie das kostenlose Anti-Viren-Programm Antivir. Es verfügt über keinen aktiven E-Mail-Schutz. In Kombination mit der Windows XP/Vista Firewall sind Sie ausreichend geschützt. Verzichten Sie auf kostspielige Anti-Viren-Pakete oder Anti-Spam-Programme.

E-Mail-Anlagensicherheit

Dieses Feature verhindert, dass Benutzer auf bestimmte Dateitypen zugreifen, wenn diese als Anlagen gesendet werden. Diese Dateitypen werden von Outlook in zwei Sicherheitsstufen eingeteilt. Dateiendungen der Sicherheitsstufe 1 werden von Outlook blockiert und können danach weder geöffnet noch gespeichert werden. Dateien der Sicherheitsstufe 2 gelten zwar nicht als nicht sicher, aber sie erfordern mehr Sicherheit als andere Anlagen. Wenn Sie eine Anlage der Stufe 2 erhalten, werden Sie aufgefordert, die Anlage auf einem Datenträger zu speichern. Sie können die Anlage nicht direkt in der E-Mail-Nachricht öffnen. Dieser Gruppe sind standardmäßig keine Dateinamenerweiterungen zugeordnet. Sie können jedoch Dateinamenerweiterungen zur Liste der Sicherheitsstufe 2 hinzufügen.

Sie können die Liste der Dateien, die der Sicherheitsstufe 2 zugeordnet werden, jedoch nur ändern, wenn Sie Outlook in einer Exchange Server-Umgebung verwenden und Ihre E-Mail-Nachrichten an ein Exchange-Postfach gesendet werden. Diese Änderungen müssen von einem Administrator vorgenommen werden.

Dateitypen der Sicherheitsstufe 1:

Dateityp Programm
*.app Visual Fox Pro
*.ade Microsoft Access Projekt
*.adp Microsoft Access Project
*.bas Microsoft VB/VBA Code
*.bat Batch Datei
*.chm HTML Hilfe Datei
*.cmd Windows NT Skript
*.com MS-DOS Programm
*.cpl Systemsteuerungserweiterung
*.crt Sicherheitszertifikat
*.csh Shell Anwendung
*.exe Ausführbares Programm
*.fxp Visual Fox Pro
*.hlp Hilfe Datei
*.hta HTML Programm
*.inf Setup Datei
*.ins Internet Naming Service
*.isp Internet Kommunikationseinstellung
*.js Javaskript
*.jse Javaskript
*.ksh Korn Shell Programm
*.lnk Verknüpfung
*.mda Microsoft Access Add-In
*.mdb Microsoft Access Datei
*.mde MDE Datenbank
*.mdz Access Assistent
*.msc Microsoft Konsole
*.msi Windows Installer
*.msp Windows Installer
*.mst Visual Test Dateien
*.pcd Photo CD
*.pif Programminformation
*.prf Outlook Profil Einstellungen
*.prg Visual Fox Pro
*.pst Persönlicher Ordner
*.reg Registrierungseintrag
*.scf Windows Explorer
*.scr Bildschirmschoner
*.sct Windows Skript
*.shb Dokumenten Verknüpfung
*.shs Shell Objekt
*.url fInternet Link
*.vb Visual Basic Skript
*.vbe Visual Basic Skript
*.vbs Visual Basic Skript
*.wsc Windows Skript
*.wsf Windows Skript 
*.wsh Windows Skript

 Zusätzliche Dateitypen der Sicherheitsstufe 1

Dateityp Programm
*.asp Active Server Page
*.tmp Temporärer Ordner
*.vsmacros Visual Studio NET-Objekt
*.vss Visio Stencil
*.vst Visio Template
*.vsw Visio Workspace Datei
*.ws Windows Skript Datei

Steuerung der E-Mail-Anlagensicherheit

Sie haben zwei wesentliche Möglichkeiten, das Verhalten der Anlagensicherheit zu beeinflussen. Dies gilt ab Outlook 2000 Service Pack 3:

a) Entsperren der Blockierung in der Registrierung
Öffnen Sie über Start Ausführen regedit den Registrierungseditor. Navigieren Sie zum Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\10.0\Outlook\Security (Die Versionsnummer variiert je nach Version. Für Outlook 2000 gilt 9.0, Outlook 2002 10.0, Outlook 2003 11.0). Erstellen Sie über Bearbeiten Neu Zeichenfolge eine neue Zeichenfolge. Benennen Sie diesen neuen Wert Level1Remove. Doppelklicken Sie auf die neue Zeichenfolge. Geben Sie die Endungen der Dateien ein, auf die Sie zugreifen möchten. Bei mehreren Dateien gilt dieses Format .exe;.com . Nachdem der Registrierungseditor geschlossen ist, sollten Sie auf die freigegebenen Dateien wieder zugreifen können.

b) Verwaltung der Anlagensicherheit durch Fremdprogramme
Die Firma Slovatek bietet ein Freeware-Programm an, dass es Ihnen erlaubt, die Anlagensicherheit aus Outlook heraus zusteuern. Dieses Add-In generiert ein eigenes Register unter Extras Optionen mit der Bezeichnung Anlagensicherheit.

c) Der Umweg über Outlook Express
Sie haben durch Transfer der Mail nach Outlook Express die Möglichkeit, auf den Anhang zuzugreifen. Erstellen Sie in Outlook einen neuen Mailordner. Kopieren Sie die Mail in diesen neuen Ordner. Importieren Sie diesen Ordner In Outlook Express über Datei Importieren Nachrichten Outlook Ordner markieren.

Deaktivieren Sie zuvor in Outlook Express unter Extras Optionen Sicherheit die Option Speichern oder Öffnen von Anlagen, die möglicherweise einen Virus enthalten könnten, nicht zulassen.


Zugriff auf das Outlook Adressbuch

Outlook Sicherheit

Outlook informiert Benutzer mit einem Dialogfeld Ein Programm versucht, auf Ihre in Outlook gespeicherten E-Mail-Adressen zuzugreifen. Möchten Sie dies zulassen? ,sollte ein externes Programm versuchen, auf Ihr Outlook-Adressbuch zuzugreifen oder eine E-Mail-Nachricht in ihrem Namen zu versenden. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich Makroviren in Ihr System eingeschleust werden. Die bekannte Sicherheitsabfrage wurde mit dem Office 2002 Service Pack 3 auch auf microsoft-eigene Funktionen (z.B. bei Nutzung von Microsoft Word als E-Mail Editor beim Erstellen einer Mail) ausgeweitet. Dies lässt sich nur durch Verzicht auf das SP3 verhindern.

Deaktivierung der Sicherheitsabfrage

Das integrierte Sicherheitspatch in Outlook sorgt unter Umständen dafür, dass Sie nach jedem Kontakt, den Sie via Seriendruck aus Word verschicken, eine Sicherheitsabfrage bekommen. Ein Tool zur Unterdrückung dieser Abfrage gibt es hier. Natürlich ist es auch möglich, die lästige Sicherheitsabfrage ohne Zusatz-Tools programmatisch zu unterdrücken. Und hier trennt sich auch die digitale Spreu vom Weizen: Gut gemachte Software, die auf Outlook zugreift, hat dies bereits programmatisch gelöst, schlecht gemachte Software lässt Sie in Punkto Sicherheitsabfrage im Regen stehen.

Durch diese Manipulation des Programms werden zwar alle Sicherheitsabfragen unterdrückt, jedoch ist es mit Anwendung dieses Patches möglich, Angriffe auf Ihren Rechner zu starten und Mails mit eventuell hochnotpeinlichem Inhalt an alle Mitglieder Ihres Outlook Adressbuches- von Ihnen unbemerkt- zu versenden. Seien Sie sich dieser Gefahr bewusst und beziehen Sie diese Tatsache in Ihre Entscheidung mit ein, diese auf den ersten Blick lästige Abfrage vollständig zu unterbinden.  Effektivere Standartsicherheitseinstellungen für Outlook Erhöht die Sicherheitszone in Outlook von "Internet" auf Zone für "eingeschränkte Sites". Active Scripting innerhalb eingeschränkter Sites ist nun standardmäßig deaktiviert. So sind Outlook Nutzer jetzt besser vor Internetinhalten geschützt, die versuchen, über Skripte ungewollte Aktionen innerhalb Ihres Systems auszulösen.

Blockierung von Mails mit HTML-Inhalt

Outlook Sicherheit

Seit Outlook 2003 verhindert den Download von Bildern in HTML-Nachrichten. So wird zum einen unterbunden, dass die Online-Verbindung beim Aufruf der meist im Netz gelagerten Grafiken aufgebaut wird, zum anderen kann der Absender am Download des Bildes nicht mehr erkennen, ob die (Spam)-Mail gelesen wurde.
Outlook 2003: Extras Optionen Sicherheit Einstellungen für den automatischen Download ändern oder mit der rechten Maustaste auf die blockierte Mail Bilder downloaden.
Outlook 2007: Extras Vertrauensstellungscenter Automatischer Download

Sollten Sie auf HTML-Mails ganz verzichten wollen, haben Sie ab Outlook 2003 die Möglichkeit, alle eingehenden Nachrichten- unabhängig vom Format- im Nur Text-Format zu lesen: Aktivieren Sie dazu über Extras Optionen Einstellungen E-Mail Optionen die Checkbox Standardnachrichten im Nur-Text-Format lesen.

Filterung von Pishing-Mails

Outlook Sicherheit

Über Pishing-Nachrichten versuchen Cyberkriminelle, mit Hilfe von Nachrichten über gefälschte www-Adressen an sensible Informationen von Outlook-Nutzern zu gelangen (z.B. Bank-PINs oder Kontonummern). Phisher bedienen sich auch vor allem der persönlichen Ansprache, um den Eindruck eines vertrauenswürdigen Absenders zu simulieren. Seit Outlook 2007 existiert ein automatischer Pishing-Filter, der die Hyperlinks in diesen Nachrichten deaktiviert: Extras Optionen Junk E-Mail

Junk-E-Mail

Outlook Junk-E-Mail 

Seit Outlook 2002 verfügt Outlook über einen programmeigenen Spamfilter, dem die meisten Anwender offensichtlich (denkt man an den enormen Umsatz externer Spamfilter) nicht sonderlich vertrauen. Leider zu Unrecht. Die mangelnde Attraktivität des outlook-eigenen Filters resultiert vor allem aus der etwas spröden Benutzeroberfläche und der Tatsache, das ohne Einstellungs-Feintuning nicht 100% der Spam-Mails gefiltert werden. Was auf den ersten Blick wie ein Vorteil externer Filter wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eklatantes Manko. Um einen besonders hohen Prozentsatz der täglichen anfallenden Spam-Flut zu filtern, weisen externe Filter eine besonders hohe Fehlerquote auf. Das verursacht eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen wie Filterung/Löschung von erwünschten Nachrichten, Probleme beim Versand/Empfang oder Programminstabilität wg. Inkompatibilitäten zwischen Junk-E-Mail und externen Spam-Programmen. Deshalb ist der Einsatz des Outlook Junk-E-Mail-Filters wärmstens zu empfehlen.

Und so nutzen Sie den Junk-E-Mail-Filter:
Outlook 2000: Kein Junk-E-Mail
Outlook 2002: Extras Organisieren Junk-E-Mail Junk-E-Mail
Outlook 2003 & Outlook 2007: Extras Optionen unk-E-Mail

Wie filtere ich mit Junk-E-Mail?

Outlook Junk-E-Mail

Outlook 2002: Rechte Maustaste auf die zu filternde Nachricht oder über Extras Organisieren Junk-E-Mail unerwünschte E-Mails einfärben.

Outlook Junk-E-Mail

Outlook 2003 & Outlook 2007: Rechte Maustaste auf die zu filternde Nachricht oder über Extras Optionen Junk-E-Mail

Microsoft stellt (wie auch externe Anti-Viren-Programme) in regelmäßigen Abständen kostenlose Updates für die Viren-Definitionsdatei zur Verfügung, die hier aktuell (12.1.2009) zum Download angeboten wird.


 Elektronisches Siegel

Outlook Elektronische Signatur

Mit Outlook 2007 haben Sie die Möglichkeit, alle ausgehenden Nachrichten mit einem elektronischen Anti-Spam-Siegel zu versehen. (Extras Optionen Junk-E-Mail) Dieses Siegel umfasst die wesentlichen Bestandteile des E-Mail-Headers und ist nur für die jeweilige E-Mail gültig. Da die Erstellung des E-Siegels zusätzliche Rechenzeit erfordert, dauert es etwas länger, bis Nachrichten dieser Art den Postausgang verlassen. Wird diese E-Mail von einem E-Mail-Client empfangen, der diese Funktion unterstützt, wird das elektronische Siegel erkannt und die Nachricht nicht in Spam-Ordner verschoben.

Aber warum wird eine versiegelte E-Mail verzögert versendet? Ganz einfach: Spam ist nur im Massenversand wirklich lohnend. Deshalb sind Verbreiter von Spam darauf angewiesen, mehrere tausend Spams pro Stunde versenden zu können. Wenn nun für jede Nachricht ein elektronisches Siegel erstellt werden muss, müssten Sie deutlich mehr Geld in die Anschaffung neuer Hardware investieren.  

E-Mail-Passwörter auslesen – so sicher ist Outlook wirklich

Sie haben schon längst den Überblick über die Zugangsdaten Ihrer verschiedenen E-Mail-Konten und der dazugehörigen Provider verloren? Sie möchten – z.B. nach einer Outlook-Neuinstallation – nicht jedes Mal zu einer umfangreichen Recherche bei Providern und in Ihren Unterlagen starten? Nun, auch die Passwörter Ihrer E-Mail-Konten können Sie sich recht einfach ins Gedächtnis zurückrufen. Das Freeware-Programm MailPassView (Bitte wählen Sie die *.zip-Version zum Download) liest alle Kennwörter Ihrer Outlook-Konten aus.

In der Übersicht erhalten Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um Ihre E-Mail-Konten neu einzurichten – ohne den Nachmittag in der Warteschlange der Provider-Hotlines verbringen zu müssen. Eine enorme Arbeitserleichterung wie ich finde, aber natürlich auch ein Sicherheitsrisiko. Achten Sie also darauf, dass diese Informationen nicht in falsche Hände geraten.

Sie wundern sich zu Recht, dass es so einfach ist, an Ihre Passwörter zu gelangen, obwohl diese ja schon bei der Eingabe durch Platzhalter „verschleiert“ werden. Aber so verwunderlich diese Tatsache für Sie sein mag – diese Platzhalter sind nicht viel mehr als ein visuelles Beruhigungsmittel, um dem Outlook-Anwender zu suggerieren, hierbei handele es sich um akzeptable Sicherheitsvorkehrungen. Einen realen Schutz bietet diese Passwort-Verschleierung nicht.


Ändern Sie Ihre E-Mail-Passwörter in regelmäßigen Abständen.